Auf Tuchfühlung mit stählernen Riesen

 Lühesand, 12. / 13.08.2006

So ziemlich das Erste beim WVS, woran ich mich erinnere, waren Fotos auf
Lühesand:
Dämmerlicht, Dunst, Vollmond – und ein Schiff, groß und rot.

An diesem Wochenende wollte ich das nun „live“ erleben. Vom Bananendampfer über das TV-bekannte Kreuzfahrtschiff bis zur aktuellen Superklasse der 9.000-TEU-Containerfrachter war auch alles vertreten. Wenn in Dunkelheit und Nebel zwar nicht immer zu erkennen, so doch rund um die Uhr zu hören.


Gestartet in 2 Gruppen, Bootshaus und Finkenwerder, fielen 17 Paddler in 14 Booten gegen 13 Uhr auf dem Campingplatz ein. War das Vormittagswetter noch überraschend sonnig gewesen und hatte uns eine angenehm entspannte Fahrt ermöglicht, so empfing uns die Insel schon bald mit kräftigem Gewitter, und immer wieder folgten Schauer.

So wurde die Kaffeetafel unterm Tarp aufgebaut und der Kaffee schon früh am Nachmittag durch Alkohol ersetzt. Während Villa Riba (O-Ton Heidi) - die Fraktion der „bestuhlten“ – schon die erste Rotweinflasche köpfte, experimentierte Villa Bajo – „unbestuhlt“ – noch mit der richtigen Spannung der Dachkonstruktion.

Das Landprogramm bot, neben dem Studium von Schiffstypen und –grössen, einige spannende Aktivitäten, wie z. B.
- GPS-gestützte Schatzsuche,
- Deichjogging zum KKW,
- das allseits beliebte „Huch-die-Welle-kommt“-Springen (incl. nasser Socken),
- Sonnen- und Elbe-Baden,
- Fototour zwischen 2 Strommasten,
- und immerhin gesamt 1-stündigen Inselrundgang.

Meine Begegnung mit dem großen, roten Ungetüm war laut Fahrplan auf Sonntag früh terminiert, sehr früh: 7 Uhr Ankunft Burchardkai. Nein, dieses Rendezvous stand wirklich unter keinem guten Stern – und platzte jäh am Morgen mit einem Blick aus dem Zelt und fassungslosem Starren in ein weißes Nichts namens Nebel. Alles Fluchen und verbissenes Patrouillieren am Ufer halfen nichts. Tja, Frau hat’s nicht leicht als Möchtegernfotografin, aber so ein Kapitän ist um seinen Job auch nicht zu beneiden.

Bei der Rückfahrt am Sonntagnachmittag kam dann doch noch Freude auf:
Pünktlich zur Abfahrtszeit zeigte sich die Elbe mal wieder von ihrer launischen Seite. Wellenreiten bei Wind aus NW, vereinzelte Regentropfen, finstere Wolken; doch dann: das Mühlenberger Loch glatt wie ein Babypopo.
Sonntägliche Rush-Hour vor Blankenese, Frachtschiffe am laufenden Band, Tiefflieger im 5-Minuten-Takt. Und wir mittendrin.
Für mich eine ganz neue, andere Perspektive des „Nach-Hause-Kommens“:
Einlaufen in den Heimathafen sozusagen.

Was ist das da vorn nur für ein penetrant leuchtender roter Fleck am Horizont? Na also, da liegt sie doch! Den Bug schon frech uns entgegen nach Westen gedreht. Wer wartet hier eigentlich auf wen?

Wart’s ab, nächstes Jahr auf Lühesand, da kriege ich dich!

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Fotos (und Kommentare dazu): Thomas Wolenski

  
  Ankunft auf Lühesand - bei Ebbe mit praktischem und angenehmen Sandstrand.
  Im Vordergrund Villa Riba mit Tisch und Stuhl...
  Gruß von der etwas bodenständigeren Villa Bajo-Fraktion
  Den großen Pötten hinterher gucken...
  Und hier die besagten "großen Pötte"...
 Gruppenfoto beim Inselrundgang
  Manchmal sind die Wellen doch einige Zentimeter höher als erwartet - und dann muss es schnell gehen ;-)
  
  
  Bei der Rückfahrt im Mühlenberger Loch
  Und hier das "Objekt der Begierde", das sich im Morgennebel vorbei geschlichen hatte, am Burchardkai.

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 04. Februar 2007 um 20:21 Uhr

 

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