Småland und Dalslandmarathon

RainerWir trafen uns am Laganland Älgpark wo wir den Schlüssel für unser etwa 25 Km entfernten Ferienhaus abholten. Danach ging es nach Ljungby für die nächsten Tage einkaufen bevor wir unsere 'Villa Seeblick' in Besitz nahmen. '1974' war in eine Stufe eingraviert. Sicher sah man den Boasjön damals noch vom Fenster oder der Veranda, heute versteckt sich der See hinter Bäumen.

Dieses Jahr war alles andere als normal. Das Wetter war sub-optimal, es war kühl, regnerisch und windig, Aprilwetter eben. Dafür brachte Ralf noch Oliver mit und beide hatten ihre SUP Boards dabei. Ich meinen Solocanadier.

Auf dem Bolmen, dem Kösen und so wollten wir paddeln. Beim scouten stellten wir schnell fest: für beides, Canadier und SUP, war es zu windig. So blieb als Ersatz nur der Lagån – als einzigste Paddeltour, nur dort konnten wir uns unter den Bäumen vor dem Wind verstecken. Aber die 19 Kilometer sind es Wert. Sonst nur Ausflüge mit dem Auto und zu Fuß. Und Besichtigungen!

Am Freitag der Umzug ins Dalsland. Während ich den Schlüssel im Laganland abgab fuhr Ralf den Oliver nach Göteborg zum Flughafen. Wir trafen uns in Bengtsfors an der Anmeldung. Völlig unkompliziert erhielten wir unsere Startutensilien. Ab nach Baldersnäs die Boote im 'Parc ferme' ablegen, Startnummern aufkleben und zurück nach Bengtsfors ins Restaurang Rosellmagasinet zur Pastaparty. Danach in das von Ralf besorgte Quartier, mit der Gastgeberin noch einen Plausch bei Bier und Chips und ab in die Falle.

Aufstehen um fünf! Frühstücken. Ich nahm nur ein Müesli und ausreichend Kaffee.

Ein Auto in Bengtsfors am Ziel, mit dem anderen nach Baldersnäs. Wind ist vorhergesagt, 8 m/sec. In Böen bis 15 m/sec. Das sind 5 Windstärken und ein 7er in der Böe. Soll ich das wirklich? 5 Minuten vor dem Start saß ich im Boot. 7:59 Uhr, selbst der Startschuss fiel eine Minute zu früh.

Der Veranstalter hatte vorab auf die Wetterbedingungen hingewiesen und stabile Boote und eine angepasste Routenwahl vorgeschlagen: http://www.kanotmaraton.se/2016/08/11/blaasigt-vaeder-ta-din-stabila-kajak/.

Gleich nach dem Start auf dem Laxön gab es die ersten Kenterungen. Da ist der See noch breit, danach schlich das Feld im Windschatten der Bäume am linken Ufer entlang ca. 6,5 Kilometer der ersten Umtragestelle entgegen.

Skåpafors. 390 Meter mit einer Steigung um 20 Meter. Diesmal sogar zwei Anleger zur Weiterfahrt über den Svärdlång, einen 13,7 Kilometer langen schmalen See, der ausreichend Windschutz bietet bevor die nächste Umtrage in Skifors in den Västra Silen führt. 14 Kilometer Vor der Vårvik Kirka wird der See richtig breit, man ist dem ganzen Wetter ausgesetzt und muss auf die andere Uferseite kreuzen bevor man in den Gustavsforskanal einbiegt. In der Mitte des Kanals die Umtrage in Gustavsfors. Danach noch ein Stück Kanal. Dort kam mir ein Teilnehmer entgegen und fragte ob ich wirklich da raus will: „das bläst arg", ich glaube er hatte resigniert. In Prosa: Das Wasser schwarz und aufgewühlt vom beängstigend blasenden Wind. Die Gedanken fuhren Achterbahn.

Ein guter 5er quer zur Fahrtrichtung und mein luvgieriges Boot hat weder Steuer noch Skek. Also erst mal anderthalb Kilometer gegen den Wind queren. Die wesentlich stärkeren Böen aus unterschiedlichen Richtungen haben mehrmals versucht mir das Paddel aus der Hand zu nehmen. Dann unter Land vor dem Wind verstecken und sobald es möglich war die Kurven abgeschnitten um nicht noch mehr Zusatzkilometer zu machen erreichte ich nach neuneinhalb Stunden das Ziel. Hier wird auch noch der letzte Teilnehmer durch die Lautsprecheranlage laut begrüßt und durch die Zuschauer gefeiert. Angekommen – am Ziel und bei mir selbst. Dafür habe ich das gemacht!

Duschen, Essen, Auto geholt und dann in der Unterkunft mit der Gastgeberin noch ein Bier gezischt. Schluss für heute, Licht aus.

Bolmen

Lagan

Lagan2

Raainer

R O

Startt

Villa Seeblick

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 21. August 2016 um 20:09 Uhr

 

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