Ein Sommer in Schweden

wvs-DSC 0811 (FILEminimizer)Windstärke 6 in Böen bis 8. Keine guten Voraussetzungen für unsere Kajaktour an der schwedischen Westküste. Daher beschließen Guido und ich unseren „Sommer in Schweden“ erstmal im etwas geschützteren Kleinen Belt in Dänemark zu beginnen. Schließlich haben wir den Luxus von 5 Wochen Urlaub.

Da es nicht nur windig sondern auch kühl und etwas regnerisch ist, schlagen wir unser Lager beim Sønderborg Kajak Klub auf. Ein guter Standort mit verschiedenen geschützten Tourenmöglichkeiten. Ein gepflegtes Bootshaus mit tollem Ausblick vom Clubraum, da könnte man auch länger bleiben. Der Wetterbericht zeigt jedoch noch keine gravierende Besserung, so dass wir uns nur langsam weiter nach Norden vorarbeiten nach Kolding. Nach Shopping und Insider-Tipps vom lokalen Seekajak-Händler, geht’s am Spejder-Centrum der Pfadfinder los auf den Kolding-Fjord. Ich wollte schon immer mal auf Fænø Kalv übernachten, einer ganz kleinen Insel mit Übernachtungsplatz mitten im Kleinen Belt. Auf der Insel dürfen maximal 20 Personen übernachten. Die Herausforderung ist die 6-8 km starke Gezeiten-Strömung im Belt, die eine gute Planung erfordert. Wir müssen quasi zur Insel hinübertraversieren und finden hervorragende Zeltmöglichkeiten.

Wir werden außerdem noch mit Sonne belohnt und sehen unseren ersten Schweinswal. Am nächsten Tag ist es mit Sonne leider schnell wieder vorbei, aber wir kommen gut voran und sehen etliche Schweinswale, die im Belt offenbar gute Nahrung finden. Unser Lager dürfen wir am Bootshaus des Fredericia Kajak Klub aufschlagen.

Da das Wetter gegen Ende der Woche besser werden soll, machen wir uns auf den Weg nach Schweden. Die Fahrt über die beiden Beltbrücken ist beeindruckend und bald haben wir unseren Zeltplatz auf der Insel Tjörn erreicht. Am nächsten Tag testen wir das immer noch windige Wetter mit einer kleinen Tagestour an. Danach soll es auf große Tour gehen „Rund Orust“. Da es für die nächsten 3 Tage immer noch sehr windig angesagt ist, starten wir auf der Binnenseite und umrunden Orust gegen den Uhrzeigersinn. Am ersten Übernachtungsplatz, treffen wir zwei schwedische Seekajakfahrer, die uns noch Tipps für schöne Passagen und Zeltplätze geben. Diese Tipps sind im weiteren Verlauf unserer Tour Gold wert und bescheren uns tolle Erlebnisse.

Das Wetter bessert sich tatsächlich, so dass wir mit Erreichen der rauheren Außenseite von Orust weit draußen fahren können. Wir sehen schwedische Bilderbuch Dörfchen, mit bildhübschen weißen und roten Holzhäusern und Häfen. Natürlich ist dies eine beliebte Ferien- und Freizeitregion, was sich am intensiven Motorboot- und Segelboot-Verkehr unschwer erkennen lässt. Das Kreuzen größerer Fahrrinnen kommt mir vor als wenn man zu Fuß eine dicht erfahrene vierspurige Bundesstraße überqueren muss. Wir werden aber entschädigt durch traumhafte Felsformationen, teilweise rote Felsen und herrliche Zeltplätze. Ein Höhepunkt ist sicherlich die Insel Stora Testholmen, die kreisrunde Löcher im Fels hat, die während der Eiszeit und danach durch darin liegende Steine hineingewaschen wurden. Die 100 cm breite Felsdurchfahrt ist sicherlich ein anderer. Wir genießen den schwedischen Sommer und erreichen nach 7 Tagen unseren Ausgangspunkt.

Nachdem dann die Wäsche gewaschen und die Ausrüstung gereinigt, geht es für uns weiter nach Dalsland, wo wir Gerhard treffen und eine kleine Süßwasser-Tour unternehmen. Im Silverlake-Camp, das einige WVSler auch gut kennen, treffen wir auf eine deutsche Familie mit etwas genervter Mutter, tiefenentspanntem Vater und dem kleinen Robert, vielleicht 3 Jahre alt. Als wir unser Nachmittagsschläfchen machen, fängt Robert an, auf dem metallenen Bootsständer der Verleihkanus herum zu hämmern. Aber schon nach 10 Min. – die Mutter war gerade nicht da – bittet ihn der Vater, doch langsam zum Ende zu kommen. Später am Abend, als die Mutter Robert zu Bett bringt und es nach 30 Min. langsam ruhig wird überlegen wir kurz, ob wir uns jetzt vielleicht mal an dem Metallständer probieren sollen. Na ja, lieber nicht.

Nach Besuch der Schleusentreppe von Berg mit 11 Schleusen, Sightseeing und Schiffsübernachtungen in Stockholm steht schon das nächste Treffen mit Familie Wolenski in den Ostschären von Sankt Anna an. Später stoßen dann auch Petra und Jürgen dazu, mit denen wir dann auch noch eine mehrtägige Gepäckfahrt unternehmen. Die Schärenlandschaft erfordert natürlich eine gute Navigation, bietet aber abends meistens eine eigene Insel, manchmal eine Adlersichtung und Räucherlachs rundet das ganze kulinarisch ab. Und zur Abwechslung mal eine Runde SUP macht nicht nur dem Paddler Spaß.

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Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 25. November 2016 um 23:18 Uhr

 

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