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   (oder wie man zittert und klappert)

Schon seit längerer Zeit hegen einige Unentwegte den Plan, zu einer Paddeltour bei Eis und Schnee mit Übernachtung im Zelt aufzubrechen.

Es ist Mitte Februar, endlich hat es geschneit. Fünf Wagemutige haben sich am späten Nachmittag an unserem Bootshaus eingefunden. Es soll mit der Flut zum Vereinszeltplatz am Ashauser Mühlengraben gehen. Schnell sind die Ausrüstungen im Kajak verstaut, selbst an Brennholz wurde gedacht.


Obwohl die Flut längst schon hätte eingesetzt haben müssen, ebbt es immer noch sehr stark. Die Schienen unsere Slipanlage liegen einschließlich Prellbock vollkommen frei im Watt. Wir entschließen uns trotzdem zu starten. Gegen den kalten Ostwind und den Ebbstrom kämpfen wir uns elbaufwärts. Ein Streifenboot der Wasserschutzpolizei beäugt unser winterliches Treiben aufmerksam. Mittlerweile ist der Wasserstand ca. 1,5m unter das normale Tideniedrigwasser gefallen, nie gesehenen Uferzonen und Stacks werden sichtbar.

Wir kommen nur sehr langsam voran, erst nach fast zwei Stunden (!) erreichen wir Over. Die Dunkelheit ist über uns hereingebrochen und wir beschließen statt am Assi auf unserem Zeltplatz in Over zu übernachten.  

Alle sind so mit dem Zeltaufbau beschäftigt, dass keiner gleich das Fehlen eines Kameraden bemerkt. Hat er das neue Fahrtenziel nicht mitbekommen?  Wir stehen etwas ratlos herum. Gott sei Dank taucht er nach einer halben Stunde wohlbehalten auf, war doch in der Dunkelheit glatt vorbeigefahren.  

Der kalte Ostwind pfeift uns um die Ohren, selbst das Holz will nicht so richtig brennen. Mit unseren heißen Getränken stehen wir um die Feuerstelle herum, immer schön bewegen, endlich werden die Füße wieder warm.

Langsam brennt das Feuer herunter. Wir gehen in unsere Schlafsäcke und ziehen alles an, was wir besitzen. Die Nacht ist ziemlich kalt und jeder denkt: Hoffentlich musst Du heute nicht hinaus.

Der Morgen graut. Nicht ganz uneigennützig lausche ich, ob schon jemand aufgestanden ist und das Feuer entfacht hat. Glück gehabt, unser Frühaufsteher hockt schon um die wärmende Glut, gern geselle ich mich hinzu.

Neuschnee hat Zelte und Boote überzuckert, eine schöne Stimmung hat sich über unseren Vereinszeltplatz gelegt. Schnell verstauen wir wieder unsere Ausrüstung, wir wollen mit der Morgenebbe zurück zum Bootshaus. Diesmal schaffen wir es in  35min.

Am Bootshaus verabschieden sich alle Teilnehmer voneinander, nicht ohne zu erwähnen, dass die heiße Badewanne schon eingelassen ist.

Nette Tour.
 

  
   
   
   

 

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