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Letztes Jahr an der Dordogne ist die Idee entstanden, den Süden Frankreichs näher zu erkunden.

Marc, Markus, Peter, Hartmut, Christel, Jürgen und ich (Petra) haben uns am 14.05.09 auf die Reise begeben. Unsere erste Tagesetappe mit dem PKW hat nach ca. 1.400 km bei Maryses und Peters Ferienhaus in Belveyre geendet. Dort wurden wir herzlich französisch begrüßt (Küsschen links, Küsschen rechts). Zum Abendessen hat Maryse uns Einblicke in die regionale Küche gewährt. Als Nachspeise gab es Tarte de Pomme, welcher anlässlich Jürgens Geburtstag mit Kerzen serviert wurde ...


Der nächste Tag hat leider mit heftigen Regenschauern begonnen, weshalb wir uns entschieden, erst am kommenden Tag die Reise an den Tarn fortzusetzen. Das schöne Limousin lud uns zu Ausflügen ein. Wir sind durch die Gassen von Collonges-la-Rouge geschlendert, haben dort an den Hauswänden duftende Kletterrosen in diversen Farben vorgefunden und haben die Eglise Saint Pierre besichtigt. Maryse hat in einem kleinen Laden für uns einen leckeren Lou Pisadou (Kastanienkuchen) erstanden. Von Collonges-la-Rouge sind wir nach Turenne gefahren, ein mittelalterliches Städtchen auf einem Hügel mit Burganlage und Kirche.

Im französischen Zuhause von Maryse und Peter angekommen, haben nach dem Kaffeetrinken Marc und Jürgen ein Musestündchen eingelegt. Maryse und Peter haben Haus- und Gartenarbeiten vorgenommen. Christel, Hartmut, Markus und ich haben während dessen einen Staussee in der Größe der Außenalster umrundet. Auf Grund des Regens der letzten Wochen war die Natur leuchtend grün. Auf den bunten Wiesen haben wir zwischen Hahnenfuss und Margariten violette und rosa Orchideen entdeckt.

Am Samstag, dem 16. Mai, haben wir uns auf den Weg zu einem unserer ursprünglichen Ziele - dem Tarn - gemacht. Ein Umweg führte uns über das Viaduct de Millau, der höchsten Autobahnbrücke der Welt ( Länge: 2460 m, max. Höhe 343 m) zum Wallfahrtsort Rocamadour. Unter dem Schutz eines Felsen wurde im 12. Jh. eine Kapelle gebaut, um einer geheimnisvollen schwarzen Madonna Schutz zu bieten. Im Laufe der folgenden Jahrhunderte wurde die Kapelle zu einer umfassenden Pilger- und Klosterstätte ausgebaut. In der Altstadt mit Ihren zahlreichen Boutiquen erstanden wir Mitbringsel für unsere Angehörigen und Freunde. Gern hätte ich mir ein Kleidungsstück als Souvenir gekauft. Leider wurde ich trotz der großen Auswahl nicht fündig.

Abends erreichten wir in der Tarnschlucht den Campingplatz von La Malène. Der Tarn, der am Mont Luzère entspringt hat sich tief in das bunte Kalkgestein eingegraben. Zwischen Ispanac und Le Rozier erreichen die steilen Felswände an manchen Stellen 500 m Höhe.

Die erste Paddeltour begann in Ste Enimie, welches an einer großen Tarn-Schleife liegt. Durch eine schmale Brücke hindurch paddelten wir vorbei an St-Chély-du-Tarn. Von wo aus ein kleiner Wasserfall in den Tarn fließt. Des weiteren lag Hauterives an unserer Strecke. Hauterives ist nur mit dem Boot oder zu Fuss zu erreichen. Die Post in das größtenteils verlassene Dorf erreicht mit dem Seilzug die Bewohner. Nach einigen munteren Schwällen und erfolgreicher Wehrbefahrung erreichten wir unseren Zeltplatz.

Laut unserem Dumont-Reiseführer sollte an diesem Tag (Sonntag) in Ste Enime ein „Marché nocturne“ – ein Markt mit Kunsthandwerk und regional bäuerlich hergestellten Lebensmitteln – stattfinden, weshalb wir mit dem Abholen unserer Autos den Marktbesuch eingeplant hatten. Voraussichtlich liegt es an der Tatsache, dass wir uns in der Nebensaison befanden, den Markt jedenfalls konnten wir nicht finden. Stattdessen machten wir einen Spaziergang durch die kopfsteingepflasterten Gässchen den Hang hinauf und gönnten uns jeweils ein Drei-Gänge-Menü.

Die nächste Paddeltour führte von La Malène zum Pas du Souci, wo enorme Felsblöcke im Flussbett die Weiterfahrt verhinderten. Der imposanteste Streckenabschnitt war bei Les Détroits. Hier war die Schlucht besonders eng. Im glasklaren Wasser konnten wir zahlreiche Forellen beobachten und genossen es besonders, jetzt in der Vorsaison, die Schlucht noch ganz für uns allein zu haben.

Nach Malène zurückgekehrt, machten sich Christel und ich bei ca. 28 C. im Schatten zu Fuss auf den Weg nach Hauterives. Der zeitweise steile Aufstieg ließ uns ganz schön schwitzen.

Am Dienstag, dem 19.Mai sind wir durch die enge Tarn-Schlucht und anschließend auf landschaftlich schönen Strecken (größtenteils auf der D 998) durch den Nationalpark der Cevennen zur Ardéche gefahren.

Am westlichen Schluchtende in der Nähe von Vallon-Pont-D`Arc haben wir auf einem kleinen Campingplatz Quartier bezogen.

Unsere erste Paddeltour war das Highlight: 26 km durch die großartige Ardèche-Schlucht. Durch den Pont-d`Arc (natürlicher Felsbogen - 34 m hoch, 59 m breit), entlang gewaltiger Felswände und –formationen sowie weißer Kiesbänke. Zahlreiche Schwälle bis WW II boten bei 30 Grad Lufttemperatur eine willkommene Erfrischung. Zum Glück waren wir auch hier gerade noch vor dem großen Besucheransturm: In der Hochsaison fahren bis zu 2.500 Miet-Kanus durch die Schlucht. Dann ist diese Tour nicht mehr zu empfehlen.

Auf der Rückfahrt auf der Höhenstraße machten wir immer wieder Halt, um die Ausblicke in die Ardèche-Schlucht zu genießen. Abends sind wir zur Dégustation auf ein Weingut gefahren, um Weine zu kaufen. Dankenswerter Weise war uns ein Weinliebhaber aus dem Elsass beim Übersetzen von Französisch in Deutsch behilflich.

Der Donnerstag, der 21. Mai, wurde von uns zum Ruhetag erklärt. Was wir zunächst mit dem Besuch der Ausstellung zur „Grotte Chauvet“ in Vallon verbanden. Die Grotte Chauvet wurde 1994 entdeckt. Sie umfasst eine Fläche von 8000 qm. Über 400 Wandmalereien wurden entdeckt, von denen viele auf die Zeit 32.000 bis 30.000 v.Chr. zurück zu führen sind. Um diese altsteinzeitliche Höhlenkunst nicht zu gefährden, wird die Höhle in der Nähe des Pont-d´Arc nicht für das Publikum freigegeben werden. Nach dem Besuch der Ausstellung trennten sich kurzfristig unsere Wege. Ein Teil unserer Gruppe wanderte zum Pont-d`Arc, ein Teil verweilte in hauptsächlich auf dem Wochenmarkt und in einem Café am Marktplatz von Vallon. Peter widmete sich auf der grünen Wiese an der Ardèche seiner politischen Lektüre.

Zum Abschluss unseres Aufenthalts paddelten wir noch einmal eine weniger bekannte und besuchte Strecke auf der oberen Ardèche von Pradons bis zum Campingplatz „La Bastide“. Auch hier geht es durch eine kleine Felschlucht, die sich lohnt – und man kann dem Trubel in der großen Schlucht gut entfliehen.

Nach 16 Stunden Heimfahrt über Lyon-Mulhouse-Frankfurt-Kassel sind wir wohlbehalten in Hamburg angekommen. Dankbar blicken wir auf einen abwechslungsreichen Urlaub zurück.













































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