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Am 1. und 2. Juni wagten sich 5 wagemutige Paddler nach Spiekeroog.
Treffen am Bootshaus war um 10:30 angesagt. Ich hatte aber noch einen Termin und mir wurde versprochen, dass ich Zuhause abgeholt werden würde. Um 13:15 war es dann schon so weit.
Mit zwei bepackten Autos tuckerten wir nach Neuharlingersiel („Neuhasi“). Das Einpacken ging auch nicht so ganz flott, da uns wegen der strammen Briese ständig eine Tasche abhanden kam, die wir dann fluchs wieder einsammeln mussten. Die Tide aber war uns günstig gesonnen und würde bis spät abends helfen, uns nach Spiekeroog zu bringen.

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Video Shades of Grey, Kajaks and Wind

Als wir dann fertig waren, der nächste Schreck: Es war Seenebel aufgekommen, die Sicht war bis auf 500m eingeschränkt. Wir entschieden uns  erst mal abzuwarten und erkundigten uns vorsichtshalber nach den Abfahrtzeiten der Fähre. Abgeschreckt von die Fährpreisen dann gegen 19:30 die Entscheidung: Wir fahren selber rüber, trotz Nebel und Gegenwind. Draußen packte uns der Wind sofort mit voller Kraft und machte das Vorankommen gefühlt unmöglich. Gischt schlug uns ins Gesicht, jede Farbe war verschwunden aus der Landschaft, dafür konnten wir mindestens 50 verschiedene Grautöne identifizieren. Kriechend langsam quälten wir uns durch das Wasser. Am Ende der Fahrrinne von Neuhasi kamen noch ordentliche Wellen dazu, sie kamen von allen Seiten und warfen die Boote ständig hin und her und fast jede Welle spülte übers Deck und riss an Paddler und Ausrüstung. Hier waren Bootsbeherrschung und Paddeltechnik gefragt. Fähigkeiten, die so manch erfahrenem Flusspaddler plötzlich fehlen, weil die Bedingungen auf dem Meer schlichtweg anders sind. Karte und Reservepaddel blieben gut verankert, bei mir rutschte aber der Bootswagen etwas weiter nach hinten wodurch die Räder ständig bremsten im Wasser. Für mich wurde das also nochmal anstrengender. Verständigung war unmöglich.  Unterwegs wurde dann die Sicht besser und so kamen wir nach 1,5 Std. weichgespült auf Spiekeroog an. Die nächste Herausforderung wartete dann schon auf uns: Die Boote mussten am Strand bleiben und so mussten wir unsere Ausrüstung selbst über die Dünen zum Zeltplatz bringen. Gegen 22:00 war dann endlich das Lager errichtet und wurde gekocht. Dazu wurden von 5 Personen 2 Flaschen Rotwein verbraucht.


Nachts war es weiterhin sehr windig, wer keine Ohrstöpsel dabei hatte entbehrte so einige Stunden Schlaf, weil die Zelte so klapperten im Wind. Vor allem die günstigen Zelte lagen teilweise halb auf den Boden gedrückt.


Am Samstag dann sind einige durchs Gatt zwischen Spiekeroog und Langeoog gepaddelt, andere erkundeten die Insel per Fahrrad. Vor allem die Paddler wurden wieder ordentlich durchgeschüttelt und beim Anlanden gab es auch unfreiwillige Schwimmeinlagen. Abends wurde dann gemeinsam mit einigen Mitgliedern der Salzwasserunion in deren Gruppenzelt gemeinsam gekocht, so klang der Tag sehr gemütlich aus.


Am Sonntag kam dann endlich die Sonne durch. Wir entschieden uns vormittags noch eine kleine Tour zu machen, es fehlten leider aber die geeigneten Wellen und so wurde das eine gemütliche Erkundungstour des Zwinns hinter der Robbenplate. Robben wurden leider nicht gesichtet. Danach machten wir noch eine erholsame Pause zum einpacken und Mittagessen. Gegen 15:00 konnten wir dann der Rückweg antreten. Mit Rückenwind, Sonne und sehr guter Sicht war der Rückweg in 45 Min. geschafft.
In Neuhasi wurden dann nochmal alle Verzögerungstricks angewandt, so wurde allen Leute die nach uns anlandeten ausführlich geholfen, damit sie vor uns losfahren konnten. Danach waren wir so hungrig, dass wir ausführlich essen gehen mussten mit einigen Mitgliedern der Salzwasserunion und somit fuhren wir erst gegen 19:00 Uhr los. Am Bootshaus wurden die neue Boote im letzten Tageslicht noch mit Shampoo gewaschen, die eingefleischteren Seekajaker warfen ihr Boot ins Regal („rostet eh nicht“) und verschwanden nach Hause.


Auf Grund des Wetters war diese Fahrt im Nachhinein sehr grenzwertig und bei ähnlichen Bedingungen definitiv nicht für Anfänger geeignet. Jeder Paddler in unserer Gruppe verfügte aber über die notwendigen Paddelfähigkeiten.

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