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wvs-20140504-titelDie ca. 100 km lange Diemel hat ihren Ursprung in Willingen-Usseln und mündet bei Bad Karlshafen in die Weser. Jürgen und ich kennen das Flüsschen von einer Radtour auf den Routen R 4 und R 8. Als wir im Juli 2013 dort entlang geradelt sind, kam der Wunsch auf, auf ihr zu paddeln.

Ein Jahr später bezogen wir mit Vereinsfreunden Quartier im Kanuclub Warburg Warburg ist ein hübsches mittelalterliches Städtchen am Hang, welches mit seiner abwechslungsreichen Gastronomie Alternativen zum Grillen oder den üblichen Nudelgerichten bietet.

Am Ankunftstag sind wir am späten Nachmittag am Kanuklub angekommen. Da das Paddelrevier beliebt ist, sind außer uns noch andere Gäste auf dem Platz. Unseren ursprünglichen Plan vom Vereinsgelände 11.5 km bis Liebenau zu paddeln haben wir verworfen, da dieses 3x umtragen (Wehr Kuhlemühle, Wehr Diemelmühle und Wehr Haueda) bedeutet hätte und uns dieses für den Nachmittag zu zeitaufwendig erschien.

Stattdessen haben wir uns auf dem Vereinsgelände mit Kaffee und selbstgebackenem Kuchen eingelebt. Auf Wunsch von Joachim wurden die Kuchen und Muffins mit Sahne und Eierlikör „veredelt“. Die große Nachfrage lässt vermuten, dass es eine WVS-Spezialität werden wird. Während wir saßen und klönten, haben Henriette, Hauke, Johannes und Theo mit ihren Fahr- bzw. Laufrädern das weitläufige Gelände erkundet und andere Kinder zum Spielen gefunden. Abends gingen wir entlang der Diemel und Wiesen zur Stadtbesichtigung nach Warburg.

Am zweiten Tag setzten wir an der Straßenbrücke vor Haueda (km 36) ein. Hinweisschilder an dieser Ein- und Ausstiegstelle machten auf die Befahrungsregeln im hessischen Bereich der Diemel aufmerksam. In schneller Strömung schlängelte sich die Diemel durch das Tal. Unter alten knorrigen Weiden fuhren wir an Felsabbrüchen vorbei. In Lamerden (km 28.5) machen wir Rast. Ein kommerzieller Kanuverleiher instruierte dort an Land ausführlich die beiden Kanu-Besatzungen, die zum Unterricht in ihren Kanus Platz genommen hatten. Ausgekühlt vom Wind waren wir froh, wieder ins Kajak steigen zu dürfen. In einer weiten Schleife umfuhren wir den 392 m hohen Heuberg bei Eberschütz. Südlich von Eberschütz sehen wir die 120 m hohen Eberschützer Kalksteinklippen. Kurz vor dem Wehr bei Sielen (km 22), wo wir diese Tour beenden, liegt das paddlerfreundliche Künstlercafé „Diemelblick“. Dieses wird von der Gattin und der Tochter des Bildhauers Karl. F. Hofeditz bewirtschaftet. Bei Jürgen und mir, weckte der Anblick angenehme Erinnerungen. Auf unserer letztjährigen Fahrradtour waren wir dort eingekehrt, hatten eine Ausstellung besichtigt und mit Paddlern geplaudert. Den Schwan, welcher „damals“ vor dem Café seine Runden gedreht hatte, gab es dieses Jahr immer noch. Diesmal wachte in Nestnähe, denn es war Brutzeit.

Am dritten Tag starten wir an der Straßenbrücke in Trendelburg (km 17). Dieser Platz würde sich gut als Rastplatz eignen. Auf parkähnlichem Wiesengelände laden zwei Bänke mit Tisch zum Verweilen ein. Während die PKWs an das Ziel, dem Wehr bei Helmarshausen,  gefahren werden, nützten wir die Zeit um Rapunzel in der fünfeckigen Burganlage, der Trendelburg einen Besuch abzustatten. Von weitem erkennen wir, wo Rapunzel sich üblicher Weise aufhält. Vom Turm hing ein langer blonder Zopf herunter. Wir haben Glück- anlässlich des Besuches einer Istanbuler Schulklasse hat Rapunzel den Turm verlassen dürfen und darf im Burghof Autogramme geben. Gut gelaunt hüpfen und rennen wir anschließend den Berg hinunter. John hat uns „angemorst“, dass die Paddeltour beginnen kann.

An der Einstiegsstelle in Trendelburg ist die Diemel recht flach. Kaum haben wir diesen Uferbereich verlassen, nahm uns die Diemel in flotter Strömung mit. Kurze Zeit später hatten wir über Wiesen und Felder nochmals einen Blick auf die auf einem Felsen thronende Trendelburg. Angler am Ufer nickten uns freundlich zu. Unsere Mittagspause machen wir am Wehr beim Kraftwerk Wülmersen (km 8,7). Britta sorgte für Spaß und Kurzweile bei den Kindern. Ausgelassen kreischend und lachend wurde sie von der Kinderbande mit frisch gemähtem Gras überhäuft bis sie schließlich unsichtbar war. Bis zu unserem Ziel in dem Wehr in Helmarshausen müssten wir vier anstrengende  Flusskilometer zurück legen. Zwischen den Wehren stand das Wasser nahezu.

Die Rückfahrt nach Warburg genießen wir. Die Streckenführung gab immer wieder Aussichten über die hügelige und weitläufige Landschaft frei.
Abends sind wir mit Ingrid und Thomas verabredet. Sie sind mit dem Zug angereist, um uns zu besuchen. Unser Treffpunkt ist das am Hang gelegene Restaurant „Zur Alm“. Außer gutem Essen bietet es einen schönen Blick ins Diemeltal.

Unser Ausflug an die Diemel beendeten wir auf unterschiedliche Weise: mit einer Kajaktour oder mit Burgbesichtigungen. Die Fahrgemeinschaft, zu der auch ich gehörte, trat nach dem ausgiebigen Frühstück die Heimreise an. Ein paar Tage später geht es mit dem WVS weiter an die Moldau….

Bedanken möchten wir uns für die freundliche Aufnahme beim Kanuklub Warburg. Herr Tautz hat sich sehr nett um uns gekümmert und war ein kompetenter Ansprechpartner in Bezug auf unsere Tourenplanung.

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