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Es gibt Tage, da sind digitale Kommunikationsmedien sehr sinnvoll und vor allem, wunscherfüllend. Zum Beispiel, wenn jemand wie der Wanderwahrt Martin freitagabends schreibt: „Wer hat Lust wohin zu fahren? Wie wäre es mit Seeve, Speicherstadt, Ostsee? Planung je nach Wetter und Lust und Laune“. Wenn dann jemand, wie ich, antwortet „Seeve“ und ein weiterer Tourenleitender, Gerard, mit konkreten Vorschlägen und vorherigem Blick auf Tide und Seevesiel-Öffnungszeit zurückschreibt:„ Ich hätte Lust auf das Ganze, die Seeve vom Viadukt Jesteburg bis zum Bootshaus. Macht 30 km mit Strömung und 2 x umtragen. Treffen um 8:30 Uhr am Bootshaus oder 9:30 Ihr am Viadukt?“ Und wenn dann noch weitere Seeve-Paddel-Freudige wie Christoph, Felix und Heiko ihr Interesse bekunden… dann geht es nach weiteren kurzen Absprachen zur Boots-Auto-Logistik Sonntagmorgen bei Sonnenschein ab Viadukt los. Wunschgemäß!


Nach einem kurzen Briefing der Erfahrenen, dass es günstig sei, flussmittig zu fahren, sich nicht an Bäumen und Büschen festzuhalten und das Boot im Fall des Falles Richtung Gegenstand anzukanten, wird mit kürzeren und deshalb kleinflusstauglichen Booten gestartet.
Die ersten kleinen Stromschnellen folgen bald, als nicht kleinflusserfahrene Paddlerin hefte ich mich an Heikos Heck und lerne so am „vorausfahrenden Modell“.

Seeve Tour1
Welch ein Glück und Luxus, der Seeve mit ihrem schlängelnden Flusslauf und abwechslungsreich bewachsenem Flussufer mit Herbstfärbung folgen zu dürfen. Und.. die Kurven üben das Ankanten und Steuern, Zweige von oben und von den Seiten halten den Oberkörper in Bewegung, kleinere gemeisterte Stromschnellen oder Gefällstufen im Flussverlauf machen Lust auf mehr Wasserbewegung.

Seeve Tour2
Bei einem über den Fluss liegenden Baumstamm konnten wir erahnen, wie gefährlich es ist, wenn der Flussstrom das Boot nebst Paddler*in gegen den Baum drückt – lebensgefährlich, bei tieferem Wasser, stärkerer Strömung und wenn man allein unterwegs ist. Nicht allein kann bedeuten, dass erfahrene und mutige PaddlerInnen beherzt in den Fluss steigen, auf den Baum klettern und verkantete Boote sicher lösen und unter dem Baum hindurchfädeln.

Seeve Tour 2
Ansonsten … kann man bei „Baumkonflikten“ auch mal Paddel verlieren, die von Mitpaddlern schnell eingesammelt werden oder man kann erfahren, dass es bei Unterdurchfahrten von Gebüsch günstiger ist, dass Paddel vertikal statt horizontal zu halten.
Nur zwei Mal haben wir die Boote kurz umtragen müssen und unsere Rast durften wir mit wärmendem Sonnenschein verbringen. An der Seeve flog blitzschnell ein Eisvogel vorbei, am Flussufer staunten Schafe über uns und auf der Süderelbe konnten wir wieder den Seeadler sehen.
Dank der „modernen“ Kommunikationsmedien wurden Sonntagnachmittag schöne Fotos ausgetauscht. Dieser Paddeltag ließ keine Wünsche offen.. außer vielleicht den kleinen Wunsch, weitere Kleinflüsse in Vereinsgemeinschaft erpaddeln zu dürfen.

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