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„Der Ruf der Insel hat uns gelockt!“ …
das war erst einmal eine Antwort auf die Frage, warum man wohl im Seekajak vom Festland auf die Insel übersetzt.
Pfingsten 2022 machten sich dann 12 Paddler#innen auf dem Weg von Neuharlingersiel zum Zeltplatz an der Westspitze von Spiekeroog. Für viele Teilnehmer#innen war das eine aufregende Fahrt, zum ersten Mal auf der Nordsee bei ordentlich Wind (4..5 Bft) und Wellen (0,6 m). Jan V. übernahm die Navigation und wir alle fuhren hinter ihm her. Die Anfahrt hatten wir soweit gut gemeistert. Nach der Ankunft ging jedoch eine regelrechte Schlepporgie los. Die voll beladenen Boote wurden bei Ebbe mit Tragegurten erstmal bis an die Dünen gewuchtet und das Gepäck wurde ächzend über die Dünen zum Zeltplatz geschleppt. Ein Bootswagen wäre auf dem festen Strandabschnitt doch angenehm gewesen! Nun ja, wir hatten Zeit und waren noch voller Adrenalin über die gelungene Querung. 
Spoog 2022 Packorgie
Am Samstag waren Wind und Tide ungünstig für eine Umrundung der Insel und somit wurde entschieden, in Landabdeckung auf der Südseite der Insel zu bleiben. 
Bei auflaufendem Wasser ging es dann erstmal Richtung Wasserscheide bei der Hohen Bank, wo uns zusätzlich zum NO-Wind noch das auflaufende Wasser von Osten entgegen kam. Ein Stück harte Paddelarbeit musste bis zur östlichen Spitze der Insel geleistet werden. Nach einer Pause ging es gegen Ende des HW wieder zurück. 
Spoog 2022 Camping
Sonntag war ein Trainingstag in der Lagune und in der Brandung auf der NW-Seite der Insel angesagt. Jan F. hat uns einiges beigebracht und wir konnten die ersten Erfahrungen mit Brandungsbrechern machen. Das war auch gut so, denn es sollte uns noch härter treffen.
Am Pfingstmontag war Rückreisetag. Ursprünglich war wenig Wind vorhergesagt, aber je näher die Rückreise kam, desto heftiger wurden die Windvorhersagen. Ein quasi abendfüllendes Programm gestaltete sich dann mit als Hauptakteur die App Windfinder. Nachts klapperten die Zelte heftig bei 6..8 Bft und uns erwarteten ähnliche Vorhersagen für die Rückfahrt. Da war schon Aufregung im Spiel und alle wussten, dass uns eine arge Herausforderung bevorstand. Also Augen zu und durch… und es war super am Vortag schon etwas Wellenerfahrung erworben zu haben. Beim Briefing übertrug Matthias Gerard die Navigation und alle folgten nach dem Einsetzen in der Brandung brav der neongelben Mütze. 
Es lief richtig gut für die meisten … bis zum Schluss, als uns 200 m vor dem Zielhafen am Leitdamm noch eine große Fähre überholte und mit seiner 1 Meter steilen Monster-Heckwelle 3 von uns zum Kentern brachte. Die Kenterungen waren sehr zum Vergnügen der jodelnden Passagiere und natürlich sind wir ganz cool gerollt oder wieder eingestiegen. Später an Land erhielten wir sogar noch ein Video von einem Passagier zu unserer maritimen Darbietung. Das Ganze war sehr erheiternd und tat unserer Freude über die gelungene Rückfahrt keinen Abbruch, im Gegenteil, sagen wir mal das war alles ohnehin einkalkuliert!!
Spoog 2022 Monsterwelle
Betreut wurde unsere Gruppe von Matthias (Fahrtenleiter), Jan F. und Jan V. Als Fazit kann man sagen, dass die 9 Anfänger#innen bei dieser Fahrt sehr viel dazugelernt haben. Ein mega-Dankeschön gebührt unseren super Betreuern, die uns eine Stufe höher gebracht haben. Ihr wart großartig!
Und dann ist da noch etwas: Nicht nur die höllisch lauten Austernfischer haben uns mit ihren penetranten Rufen zuverlässig geweckt, sodass die Wecker erst beim gemeinsamen Frühstück klingelten, sondern eben „Der Ruf der Insel“… sie lockt nach dieser gelungenen Fahrt erst recht weiter!

Also dann, bis zum nächsten Mal Spiekeroog

Spoog 2022 Sonnenuntergang

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