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Endlich konnte es wieder losgehen und  Vereinsfahrten in kleinen Gruppen waren möglich.. So konnten wir ganz kurzfristig - dank Corona-Verordnungen von Hamburg, Schleswig-Holstein (Zielort) und letztem Vorstandsbeschluss- zur  schon traditionellen Seerosentour aufbrechen. Erstmalig konnten wir dabei auch im Vorwege die neue Online-Fahrtenausschreibung auf der WVS-Homepage gründlich testen.In die Holsteinische-Schweiz sollte es in diesem Jahr gehen. Bei der djo-Jugendfreizeitstätte in Bosau bezogen wir mit unseren Zelten und Bussen Quartier. 

So spät wie in diesen Jahr sind wir im Frühling lange nicht mehr auf's Wasser gekommen. Eher sang- und klanglos -  ohne Ostertour, ohne Saisonstart beim Anpaddeln - ziehen wir die Boote an einem sonnigen Dienstag durchs Gras hinunter zu Elbe.

Wenn Wandern auf dem WVS-Terminkalender steht, wird auch gewandert! Da wird sogar die Wetterprognose ignoriert, die Dauerregen verspricht. Okay, wir waren am 23. Februar nur zu sechst, dafür aber super ausgestattet mit Regencapes, -jacken, -hosen und -schirmen. Da am diesem Sonntag eine große Taufgesellschaft in der Kärtner Hütte und somit kein Plätzchen mehr für uns frei war, hat der Wanderwart kurzerhand umgeplant: statt durch die Harburger Berge ging es an der Elbe entlang von Lauenburg nach Tesperhude. Mal auf dem Elbhöhenweg, mal unten an der Elbe, war es eine tolle Strecke mit nur geringen Streckenschwierigkeiten. Nach zwei Dritteln der Strecke lud dann auch noch eine durable Schutzhütte mit Blick auf die Elbe zum Verweilen ein.

Ja, auch in der kalten Jahreszeit kann gepaddelt werden. Warum sollte die mühsam über den Sommer aufgebaute Kondition einfach wieder verpuffen? Und so ein Winter kommt auch nicht schlagartig, sondern langsam, quasi zum Eingewöhnen.

Und die Vorteile liegen auf der Hand – nie ist es an der Elbe oder anderen Gewässern ruhiger. Das Zusammentreffen mit anderen Wassersportlern wird seltener, die Naturerfahrung intensiver: Seeadler, Eisvogel oder, mit ganz viel Glück, ein neugieriger Seehund vor dem Bootshaus, alles ist möglich.

Wir schreiten über eine kleine Brücke. In längst vergangenen Zeiten war diese Brücke die höchste Befahrbarkeit der Döhler Aue. In einem Kanuführer aus 1968 heißt es: „Der landschaftlich schönste Teil ist der zwischen Döhle und Sudermühlen. Für Zweier-Faltboote bietet dieser Teil jedoch beachtliche Schwierigkeiten; ist das Bächlein hier doch nicht breiter als ein schmaler Graben, und die Kurven sind so eng, das die Zweier manchmal überhoben werden müssen“. Die jüngere, nur noch an große Seekajaks gewöhnte Kanugeneration kann beim Anblick der Aue solche Beschreibungen kaum glauben!

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