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Eine Geschichte über gescheiterte Pläne und neue Panikpläne

Pfingstsamstag:Wettervorhersage SO4, Böen 6-7

Pfingstsonntagmorgen: Anfrage in der WA Gruppe wer Wellenpaddeln üben möchte in Neustadt i.H. an der Lübecker Bucht. Es meldeten sich Hendrik und Anja.

Pfingstmontag Statt Wolken und Wind, Sonnenschein in Hamburg. Wir trafen uns um 8  Uhr und konnten kurz danach schon losfahren. Hendrik fuhr bei mir mit, Anja kam direkt von Zuhause.


Um 09:30 Uhr waren Hendrik und ich schon da und standen mit unseren Booten samt Trockenanzüge etwas verloren am Strand. Die Surfschüler von der benachbarten Surfschule standen in strahlendem Sonnenschein auf dem Surfbrett mit dem Segel in der Hand aber kamen nicht vom Fleck. Null Wind, Null Wellen, Null Plan was wir machen sollten, also legten wir uns erstmal in Unterhose auf die Picknickdecke.

Kurz nach 10 Uhr war Anja da und dann wurde in Ruhe beraten. Der ursprüngliche Plan war gescheitert und wurde verworfen, dafür wurde ein Spontanplan gemacht: Ein Tagestour nach Niendorf und zurück. Eine Stunde später waren wir auf dem Wasser. Nach 300m waren wir in tiefem Gewässer und plötzlich waren doch Wellen da, etwas Wind war gekommen.

Tagestour lbecker bucht 4

Es wurde einen neuen Panikplan gemacht: Gegen den Wind quer über die Bucht nach Schwansee, mit Rückenwind surfend zurück. Es dauerte etwas bevor ich die anderen Beiden überzeugt hatte, aber es lohnte sich.

Auf Kurs 150° wurde es eine wilde Ritt gegen den Wellen.

Tagestour lbecker bucht 6

Sie waren knapp einen halben Meter hoch und bei den steileren varianten planschte der Bug in der Welle und es spritzte und planschte dass es eine liebe Lust war. Aber alle Paddler saßen gut im Boot. Anja legte sich zum Ausruhen immer einfach auf das Hinterdeck

Tagestour lbecker bucht 7

und Hendrik saß ganz gemütlich und paddelte stur gegenan und hielt für uns den Kurs.

Tagestour lbecker bucht 14

Die Fahrt war 13km und das konstant gegen den Wind, wir brauchten fast 3 Std und genossen jede Minute davon, jedoch machten sich gegen Ende  die Muskeln bemerkbar und wir waren froh, wieder an Land zu sein. An Land war wieder Ententeich, so dass wir uns in der Karibik wähnten. Es fehlte nur noch Jack Sparrow.

 

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Der Rückweg fing wieder ruhig an. Der Kurs war 330° aber wir behielten einfach den alten Horchturm in Pelzerhaken im Blick. Die Wellen wurden schnell höher und langsam kamen die Boote immer mehr ins Surfen. Vor allem ich habe da jede Welle ausgekostet.

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Anja und Hendrik waren etwas gemächlicher unterwegs und das war gut, weil ich immer wieder eine kleine Pause einlegen konnte um auf die anderen zu warten. 2 Stunden surfen geht sonst ordentlich auf die Arme, weil man immer wieder ein kurzen Sprint macht, um auf der Welle zu bleiben. Anja machte unterwegs wieder irgendwelchen beeindrucke Gymnastik und Hendrik konzentrierte sich etwas, denn es war seine erste Seekajaktour und die hat er, das kann man an dieser Stelle ruhig sagen, mit Bravour gemeistert.

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Am Strand angekommen wurden wir wieder von Badegäste belagert, wo man die Boote ausleihen könnte usw. Wir machten noch ein schnelles Abschlußfoto von uns 3en und machten uns auf dem Heimweg. Wegen Stau und aufräumen am Bootshaus war ich letztendlich kurz vor 22 Uhr zuhause, aber es hatte sich gelohnt.

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Wie schön es wirklich war habe ich erst später auf dem Abschiedsfoto gesehen. Es war spät, wir waren müde, nass und kalt, aber auf dem Bild standen 3 breit grinsende Gesichter.

 

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