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Meine erste Gepäckfahrt

Am letzten richtig sommerlichen Wochenende des Jahres unternahmen wir eine Tour auf der Elbe flussaufwärts nach Stover Strand. Wir, das waren Anke, Joachim und ich, Alex, sowie Rüdiger als Gast, den wir zuvor bei der Fahrt zur „Peking“ kennengelernt haben. Die Tour führte uns am Samstag, den 19. September, mit auflaufendem Wasser 25 Kilometer flussaufwärts. Am darauffolgenden Sonntagvormittag ging es zurück zum Bootshaus.

Unsere Abfahrt war am Bootshaus etwa gegen 14 Uhr mit dem Tidenkipp. Für mich handelte es sich um meine erste Fahrt mit Gepäck. Ein Boot verhält sich voll beladen ganz anders als gewohnt. Das Fahren ist träger, sodass man schnelle Kurven besser nicht fährt. Noch wichtiger ist es aber, dass man das Wellenreiten vermeiden sollte, wenn Bugwellen von hinten kommen. An sich ist das Boot voll beladen stabil, aber wenn es sich erst einmal neigt, dann kann es schneller kippen. Diese Lektion lernte ich noch auf der Süderelbe, nur wenige hundert Meter hinter dem Jachthafen auf der südlichen Flussseite. Wir wurden von zwei Motorbooten überholt, wobei ich nur die Bugwellen des ersten Motorbootes im Blick hatte. Von den deutlich stärkeren Bugwellen des zweiten Motorbootes wurde ich sehr überrascht und weil ich zu nah am Ufer war, befand ich mich in der Brandung. „Das war nicht souverän“, so Joachims Hinweis danach. Was lernt man daraus? Wenn Wellen von hinten kommen, lässt man diese unter sich durchrollen.

Tour zum Stover Strand 4

Hinter dem Zeltplatz Over kreuzten wir auf die nördliche Flussseite der Elbe. Grund hierfür ist, dass sich kurz hinter Over eine große Bucht mit der Seevemündung am Südufer der Elbe befindet. Da wir uns außerhalb des Fahrwassers aufhielten, konnten wir so einige hundert Meter sparen. Außerdem wäre es dieses Wochenende auch nicht so klug gewesen, im Fahrwasser zu fahren, weil wir nicht die Einzigen waren, die das Wetter ausnutzten, da fast immer ein Motor- oder ein Segelboot sowie Binnenschiffe zu sehen waren.

Wir erreichten den Zeltplatz Stove gegen 18 Uhr und die Zelte waren bis zum Sonnenuntergang aufgebaut. Den Tag ließen wir mit Kürbissuppe und Wein ausklingen, wobei uns eine Tischtennisplatte als Tisch diente. Tour zum Stover Strand 2

Leider war die Stelle, wo wir die Zelte aufschlugen, nicht ganz so ideal, da diese dicht gedrängt zwischen einigen Wohnmobilen lag.

 Tour zum Stover Strand 3

Nach einer kalten Nacht mit nur sechs Grad begannen wir unsere Rückfahrt vormittags gegen 10 Uhr. Auf den ersten Metern scheuchten wir Gänseschwärme auf, die um uns herum die Elbe kreuzten. Ebenso überholten uns direkt zu Beginn drei Binnenschiffe, wobei das letzte die stärksten Bugwellen hatte. Mit dem Kajak war dies kein Problem – Rüdiger hatte aber mit seinem 2er-Faltboot zu kämpfen. Er musste sein Boot für die Wellen frontal ausrichten, da sich ein offenes beladenes Faltboot hierbei anders verhält. Dort, wo Rüdiger sein Gepäck verstaut hatte, konnte normalerweise noch eine Person paddeln, weshalb ihm bei den Bugwellen sehr viel Kraft fehlte.

Nach Pausen am Zollenspieker und kurz hinter der Bunthäuser Spitze erreichten wir das Bootshaus nach etwa vier Stunden Fahrtzeit. Mein Fazit für die Fahrt fällt sehr positiv aus. Diese Tour ist sehr gut dafür geeignet, erste Erfahrungen mit Paddeltouren mit Gepäck an Bord zu sammeln. Vom Tempo und von der Entfernung könnte diese Tour auch etwas für Anfänger sein.

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