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Am frühen Abend des 2. Juli machten sich 5 Paddler vom Wassersport-Verein Süderelbe auf den Weg, um der Mountbatten einen Besuch abzustatten. Die Bedingungen waren ideal, Niedrigwasser war an diesem Tag für 21.45 Uhr angesagt.

Als wir unsere Boote zu Wasser ließen war es allerdings erst 19:15 Uhr und so verbanden wir den Besuch der Mountbatten wie geplant mit einer "Rethe-Runde". Wir fuhren bei spiegelglatten Wasser und sehr schönem Licht zunächst die Süderelbe hinunter. Das letzte ablaufende Wasser unterstützte uns dabei. Es hatte den Tag über geregnet, aber jetzt hatte es aufgehört und es regte sich auch kein Lufthauch. Es war an dem Abend sehr wenig Schiffsverkehr. Es war fast so, als wären wir allein im Hamburger Hafen.

Nachdem wir das Container Terminal Altenwerder links hinter uns gelassen hatten bogen wir rechts in die Rethe ein. Um 21 Uhr verließen wir dann die Reiherstiegschleuse und die Rethe-Runde war geschafft.

Endlich konnte es wieder losgehen und  Vereinsfahrten in kleinen Gruppen waren möglich.. So konnten wir ganz kurzfristig - dank Corona-Verordnungen von Hamburg, Schleswig-Holstein (Zielort) und letztem Vorstandsbeschluss- zur  schon traditionellen Seerosentour aufbrechen. Erstmalig konnten wir dabei auch im Vorwege die neue Online-Fahrtenausschreibung auf der WVS-Homepage gründlich testen.In die Holsteinische-Schweiz sollte es in diesem Jahr gehen. Bei der djo-Jugendfreizeitstätte in Bosau bezogen wir mit unseren Zelten und Bussen Quartier. 

Ja, auch in der kalten Jahreszeit kann gepaddelt werden. Warum sollte die mühsam über den Sommer aufgebaute Kondition einfach wieder verpuffen? Und so ein Winter kommt auch nicht schlagartig, sondern langsam, quasi zum Eingewöhnen.

Und die Vorteile liegen auf der Hand – nie ist es an der Elbe oder anderen Gewässern ruhiger. Das Zusammentreffen mit anderen Wassersportlern wird seltener, die Naturerfahrung intensiver: Seeadler, Eisvogel oder, mit ganz viel Glück, ein neugieriger Seehund vor dem Bootshaus, alles ist möglich.

So spät wie in diesen Jahr sind wir im Frühling lange nicht mehr auf's Wasser gekommen. Eher sang- und klanglos -  ohne Ostertour, ohne Saisonstart beim Anpaddeln - ziehen wir die Boote an einem sonnigen Dienstag durchs Gras hinunter zu Elbe.

Wenn Wandern auf dem WVS-Terminkalender steht, wird auch gewandert! Da wird sogar die Wetterprognose ignoriert, die Dauerregen verspricht. Okay, wir waren am 23. Februar nur zu sechst, dafür aber super ausgestattet mit Regencapes, -jacken, -hosen und -schirmen. Da am diesem Sonntag eine große Taufgesellschaft in der Kärtner Hütte und somit kein Plätzchen mehr für uns frei war, hat der Wanderwart kurzerhand umgeplant: statt durch die Harburger Berge ging es an der Elbe entlang von Lauenburg nach Tesperhude. Mal auf dem Elbhöhenweg, mal unten an der Elbe, war es eine tolle Strecke mit nur geringen Streckenschwierigkeiten. Nach zwei Dritteln der Strecke lud dann auch noch eine durable Schutzhütte mit Blick auf die Elbe zum Verweilen ein.

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